25.Nov 2019

Umsatzsteuer bei der Vermietung von Geschäftsräumen

Gerade im Bereich der Umsatzsteuer sieht so mancher Vermieter oft den Wald vor lauter Bäumen nicht, da viele Ausnahmereglungen gelten. Der Paragrafendschungel macht es nicht leicht, als Laie die gesetzlich richtige Variante zu wählen.

Faustregel: Grundsätzlich ist ein Steuersatz von 0 % anzuwenden, da die Vermietung der Büroräumlichkeiten unecht von der Umsatzsteuer befreit ist. Dies führt jedoch auch dazu, dass der Vermieter die anteiligen Vorsteuern für diesen vermieteten Teil nicht mehr vom Finanzamt zurückholen kann. Der Verzicht auf die Steuerbefreiung, welche in § 6. Abs. 1 Ziffer 16 und 17 UStG geregelt ist, um weiterhin die Vorsteuern beim Finanzamt geltend machen zu können, ist dabei nur möglich, wenn der Mieter das Mietobjekt nahezu ausschließlich für Umsätze verwendet, die den Vorsteuerabzug selbst nicht ausschließen. Den Nachweis darüber muss vom Mieter erbracht werden, die Haftung für die Richtigkeit trägt allerdings weiterhin der Vermieter. Es kann sich daher durchaus sinnvoll sein, die Bestätigung dafür direkt im Mietervertrag einzubauen oder eine Kopie der letzten Umsatzsteuererklärung vor Abschluss des Vertrags zu verlangen. Zusätzlich sollte man festhalten, dass der Mieter verpflichtet ist, jede Änderung seiner umsatzsteuerlichen Verhältnisse unmittelbar zu melden.