30.Apr 2019

Nutzwert vs. Nutzfläche im Wohnungseigentum

So mancher Eigentümer stellt sich öfters einmal die Frage warum die monatlichen Kosten der eigenen Wohnung höher sind als die des Nachbarn. Sind die Wohnungen doch eigentlich gleich groß.

Ihre all-in-one Gebäudeverwaltung informiert:

Bei der Verteilung der Kosten im Wohnungseigentum ist auf die Formulierung im Wohnungseigentumsvertrag zu achten. Hierbei gilt, dass es für alle Kosten unterschiedliche Möglichkeiten der Aufteilung gibt. Diese müssen vertraglich geregelt sein (ansonsten greift die gesetzliche Norm) und können nur mittels einstimmigem Beschluss verändert werden. Es kann sich daher lohnen genau nachzulesen um etwaige Fragezeichen zu beseitigen.

Variante 1: Verteilung nach Nutzfläche

Diese Form ist eine der gängigsten Varianten der Kostenverteilung und richtet sich nach der tatsächlichen Größe der im Eigentum stehenden Wohnungen. Allgemeinflächen werden hierbei nicht berücksichtigt.

Variante 2: Verteilung nach Nutzwerte

Eine ebenfalls sehr übliche Variante die zusätzlich zur Größe der Wohnungen auch ergänzende Faktoren berücksichtigt um objektiv betrachtet noch mehr Fairness zwischen den Wohnungseigentümern zu schaffen. Das hierfür notwendige Gutachten wird von einem beauftragen Sachverständigen erstellt und in der Regel auch im Grundbuch hinterlegt. In diesem Gutachten wird eine Wohnung des Hauses als „Regelwohnung“ definiert und alle Faktoren die eine andere Wohnung auf- oder abwerten detailliert dargestellt. Als Beispiel für Zu- oder Abschläge können hierfür eine bessere Belichtung, die Straßenlage (Lärmbelästigung) oder auch mehrere Badezimmer genannt werden.

Variante 3: Verteilung nach individuellen Aufteilungsschlüsseln

Zusätzlich zu den oben Genannten gibt es auch die Möglichkeit innerhalb der Eigentümergemeinschaften einen individuellen Aufteilungsschlüssel festzulegen. Gängig ist dies vor allem bei Liftanlagen, da die Festlegung von abweichenden Verteilungsschlüsseln Erdgeschoss-Wohnungen befreien kann oder Halbstöcke prozentuell weniger hoch beteiligt als Wohnungen in derselben Ebene wie der Liftausgang.

Ihre all-in-one Gebäudeverwaltung unterstützt Sie gerne wenn Sie Fragen zur Ihrer Kostenbeteiligung haben.